7-Meilen-Stiefel
Eselsohren
Ahnentafel
Silbersee

 

 

 

 

Stromkasten

Strom ist gefährlich und brennt Wohnungen aus. Das weiß doch jede Frau. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ein paar Frauen sich einig waren, dass es hochgefährlich ist, wenn mein Sicherungskasten anfängt zu brummen wie ein Ventilator. Also klar: der Elektronotdienst muss her:

Anruf bei der ersten Nummer. Ein AB meldet sich mit einer Stimme, die soooooooo lllaaaannnnnggggggssssaaaaaaammmmm ist, das ich durch meine Bude schon eine Feuersbrunst ungehindert durchwalzen sehe. Die Nummer kann nicht richtig sein, aber ich wähle brav die Handynummer und beruhige mich inzwischen damit, dass es ja vielleicht nur ein bisschen brennt bevor ich den erreiche. Zum Glück habe ich Feuermelder bei mir installiert, denke ich und klopfe mir lobend auf die Schulter. Zum Glück war der Typ so langsam, dass ich die Handynummer locker drei Mal hätte aufschreiben können. Zweiter Anruf: tüt, tüt, tüt - dieser Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar. Toller Notdienst!!!

Zweite Nummer: der Typ geht ran. Er wirkt jung und dynamisch - er hat genug Enthusiasmus um meine Feuersbrunst zu verhindern. Ihm vertraue ich.

Z: Sind sie der Elektronotdienst?

Typ: ja

Z: sehr gut, mein Stromkasten brummt.

T: haben sie eine Nachspeicherheizung?

Z: Nein, und außerdem hat er noch nie vorher gebrummt.

T: Schalten sie mal alle Hebel nacheinander nach unten, wenn es irgendwo aufhört zu brummen, dann ist das der richtige Stromkreis, den durchbrechen sie.

Z: wenn ich das jetzt mache ist die Verbindung weg.

T: dafür brauchen Sie kein Telefon

Z: nein, aber Sie brauche ich jetzt

T: schmeichelhaft

Z: sprachlos - ich fliege hier gleich in die Luft und der hat Zeit für Scherze. Klar, sein Arschee wird ja nicht gegrillt.

Z: okay, ich mach das jetzt und dann?

T: dann rufen sie mich wieder an.

Z: gut, aber nicht weggehen.....

.....

....

(alle Schalter runter, alle Schalter rauf, es klickt überall mal irgendwo in der Bude, es surrt weiter... endlich, bei Schalter 14 hört es auf - auf der Tafel steht: Klingelanlage - schnell Griff zum Telefon...)

Typ meldet sich

Z: wir haben grade telefoniert, die Klingelanlage ist kaputt

T: gut

Z: und jetzt?

T: jetzt lassen sie den Schalter unten und holen morgen den Hauselektriker

Z: und ich brenne hier nicht inzwischen ab?

T: nein

Z: sicher?

T: ja, sicher, man sagt ja nur, dass eine Sicherung durchbrennt, aber in Wirklichkeit brennt sie nicht

Z: schweigt - an durchbrennende Sicherungen hatte ich gar nicht gedacht, aber in meinem Kopf existiert eine eindeutige Metapher: brummen = Feuer, zumindest wenn es um Strom geht.

Z: zögert.... zögert immer noch.... dann okay - da sehe ich förmlich, wie sich der Typ einen abgrinst von einem Ohr zum anderen grinst der

Z: ich höre, wie sie grinsen

T: tschulligung (gluckst)

Z: meine Vermieterin hat mir gerade gesagt, dass ich eine sehr technisch denkende Frau bin

T: jetzt lacht er schallend, dann: es gibt Schlimmere als Sie

Z: ah, das sind dann die, die gegrillt werden

 

Aber gut, jetzt kann zwar keiner mehr bei mir klingeln, aber ich verbrenne wenigstens nicht.

 

 

Die DOB

Bestimmt haben sich viele gefragt, warum in den letzten Wochen so wenig Neues hier erschienen ist. Die Antwort ist ganz einfach: ich hatte eine eindeutig diagnostizierte DOB.

Um zu erklären, was das ist, muss ich etwas ausholen. Frauen lesen Horoskope. Selbst wenn eine Frau keine Ahnung von Horoskopen hat, hat sie immer noch ein von Jugend an eingeimpftes Wissen um die kosmischen Konstellationen. Das ist einfach so. Fertig. So wie ein Mann, der keine Ahnung von Elektrizität hat, ebenso einfach irgendwoher weiß, welche Farben die Kabel von Phase und Nullleiter bei einem Lampenanschluss haben. Deswegen kann ja auch jeder noch so unbegabte Mann dennoch eine Lampe aufhängen.

Lernt also eine Frau einen Kerl kennen, dann wird sie als erstes sein Grundhoroskop in die potentielle Partnerwahl mit einbauen und die Zukunft analysieren. Übrigens ist das für Männer ein sehr guter Hinweis auf den Bildungsstand und die Lebensfähigkeit einer Frau. Sucht ein Mann eine Frau mit einem wachen Verstand und mit Interesse für allerlei, dann sollte er sie nach ihrem Horoskopwissen fragen. Kann sie ihm lediglich nur ihr Sternzeichen sagen, dann hat er es mit einer Nulpe mit dem IQ eines Toastbrotes, bestenfalls eines Vollkornkekses zu tun. Weiß sie noch ihren Aszendenten sind wir auf der Ebene eines Spiegeleies mit Speck. Eine Frau hingegen, die einfach weiß, dass sie mehrere Häuser mit irgendwelchen anderen Planteten besetzt hat und daraus erschließen kann, welche Faktoren noch zum Tragen kommen könnten lässt schon auf eine Dame mit wachem Verstand schließen und macht einer ausgewogenen Mahlzeit alle Ehre - das ist das Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat.

Einen feinen Unterschied gibt es noch, den ihr, liebe Männer, nicht außer Acht lassen solltet: die Lebensfähigkeit drumherum. Es soll nämlich Frauen geben, die horoskopabhängig sind und tausende von Euro in Voraussagen investieren oder einen eigenen Esoterikladen aufmachen - von denen habt ihr wenig, sie kosten Euch aber einen Haufen Geld. Das ist die fette Weihnachtsgans mit Knödeln und Blaukraut. Genießt ihr das jeden Tag werdet ihr schnell an subtilem Bluthochdruck leiden.

Aber gut, zurück zur BOD. Mit einem Freund sprach ich über Frauen und Horoskope. Sein Satz war: Horoskope sind die Dosenöffner bei den Frauen. Upss - Schluck -- Aha? So klar war mir das ja bisher nicht wirklich. Aber beeindruckt hat mich dann schon die Frechheit, mit der Männer unseren Hang dazu, die Zukunft wissen zu wollen dafür ausnutzen, sich die Zukunft der nächsten 12 Stunden zu sichern. Aber wie schreibt man das auf einer Homepage? Horoskope sind Dosenöffner - na, klasse, klingt ja irgendwie schon etwas sehr ordinär, auf jeden Fall zu ordinär, um es zu schreiben. Und da war sie nun, die DOB, die Dosenöffnerblockierung. Egal was ich schreiben wollte, es war blockiert und vor mir erschien das Bild eines herkömmlichen Dosenöffners. Nichts ging mehr :-((

Doch die Rettung nahte :-)) - ein heldenhafter Ritter mit enormer medizinischer Bildung eilte herbei diagnostizierte meine DOB. Hurra :-)) Das Zwergerl ist wieder gesund :-)) - und schreiben kann es nun hoffentlich auch wieder.

 

 

Der Traum vom Prinzen

Kennt ihr das? Man lernt einen Mann kennen und denkt: Ahh, endlich ist er da!! Mein Traumprinz!! Nun ist die Welt komplett!! Wir jubeln und singen und denken: Hey, Glück, super Sache, dass Du vorbei geschaut hast - jetzt starten wir durch!!

Dieser Zustand dauert in der Regel so zwei Tage an. Spätestens dann hat Frau eine Menge Dinge ausfindig machen können, die den Traumprinzen in einen stinknormalen Frosch verwandeln. Plötzlich pupst er mitten in der Nacht, schnarcht wie ein Sägewerk, kann auch nicht gleichzeitig zuhören und in den Fernseher kucken. Aus dem Mann, der uns auf Rosen bettet und auf Händen trägt ist plötzlich ein Kerl geworden, der auf seinen zwei Beinen lieber einen Fußball vor sich her kickt oder uns mit seiner Mutti verwechselt und sich wundert, warum das Essen nicht auf dem Tisch steht.

Viele Frauen lernen mit der Zeit mit den kleinen Mängeln umzugehen und haben so doch noch eine Chance auf das große Glück mit kleinen Macken. Aber bis es soweit ist vergehen viele Tage, die ersten Falten wandern auf unser Gesicht und spätestens dann, wenn das erste graue Haar auf unserem Haupte uns zu Tode erschreckt ist es Zeit umzudenken.

 

Zu diesem Zweck werdet ihr nun eine kleine Lehrstunde in Sachen Liebe erhalten :-))

Man braucht dazu nicht viel, zunächst erst einmal nur einen Frosch. Voilá, hier ist

er schon...

    

 

Nun gut, so von nahem betrachtet könnte er auch Ansätze einer Kröte haben...alles eine Frage der Sichtweise...

 

 

Ist er nicht herzallerliebt - seht mal, wie kräftig seine Arm- und Beinmuskeln sind. Und dann erst dieser Knackar...... - ach so, sieht man ja von vorne nicht. Aber es stimmt, wirklich, er ist sehr muskulös. Endlich ein Mann an dessen Schulter man seinen Kopf anlehnen kann...

 

 

Nun gut, ist vielleicht ein bisserl ungemütlich, weil man ihn dauernd festhalten muß, damit er nicht umkippt. Dennoch entflamme ich natürlich in vollkommener Liebe und drücke ihm einen Schmatzer ins Gesicht...

 

 

Es passiert genau das, was immer passiert. Sobald Mann sich sicher fühlt, läßt er die Hosen runter und zeigt sein wahres Ich. Die Wahrheit kommt ans Licht... Wir sehen, sogar in einem Frosch steckt eine farblose Mogelpackung...

 

 

 

 

 

Doch, Wow!!!, was habe ich für ein Glück - die Metarmorphose geht weiter... er ist zwar grad nicht mehr zu erkennen, aber es kann bei so viel Liebe ja nur gut gehen...

 

 

 

Und plötzlich wurde aus meinem Frosch der Traumprinz. Das ist eben auch das Problem vieler Frauen, dass sie den Prinzen nicht erkennen, wenn er vor ihnen steht. Nun gut, manchmal ist das auch schwer, vor allem wenn man so wenig Prinz in der Hand hält... da war sogar ich etwas skeptisch...

 

 

Also groß ist er ja nicht wirklich...

 

 

Aber der Ansatz ist schon einmal sehr gut. Immerhin ist es gelungen, aus einem normal großen Hornfrosch schon mal einen Prinzen zu zaubern. Jetzt muß ich nur mal überlegen, wie man ihn weiterentwickeln kann. Außerdem muß er an seiner Mimik noch etwas feilen - also wirklich sympathisch ist er mir nicht...die Körpergröße können wir ignorieren, immerhin zählen ja nur die inneren Werte... vielleicht bin ich einfach nur zu groß?...

 

 

 

 

Vielleicht sollte ich mal etwas freundlicher auf ihn zugehen... ist gar nicht so einfach. Zwergerl, sage ich mir, mach Dir nichts draus und freu Dich auf das riesige Auto - einen Benz Cabrio mit Sitzheizung, GPS, Servolenkung, ZV, Klima, integrierte Vergrößerungsspiegel, Wahnsinnshubraum, Ledersitze, verstellbare Sitzhöhe im Fahrerbereich, Metallicrot Lackierung, SuperSound Anlage....

 

 

.. und sauf ihn Dir schön...

 

 

.. und stell ihn dir romantisch vor... eingehüllt in die Nebel von Zwergerlhausen an einem kalten Wintertag in seinem Königreich...

 

 

Nun, es klappt ehrlich gesagt nicht gleich. Aber wahre Liebe braucht Zeit um zu wachsen. In der Zwischenzeit stelle ich ihn einfach mal auf der Kommode ab und lebe mein Leben, betreibe Beautypflege, geh aus und denke gar nicht darüber nach...

 

...und siehe da: Nach 72 Stunden ist aus meinem Prinzen immerhin ein stattlicher Mann geworden...

 

 

Und die Moral von der Geschicht

 

Wenn Du einen Frosch mal triffst

das ist ein wahrer Segen.

Wenns innen wütet, draußen schifft

dann stell ihn in den Regen.

 

Laß ihn ganz lange draußen stehen

und über sich nachdenken.

Dann wirst zu ziemlich bald auch sehen

Die Liebe kann man lenken.

 

Denn in jedem Froschgetier

steckt bestimmt ein Prinz.

Du brauchst nur gut 10 Liter Bier

dann liebst du Kunz und Hinz.

 

Verteile Küsse wie Bazillen

um deinen Prinz zu finden

und mit ein bisschen guten Willen

wirst du ihn an dich binden.

 

Das Glück wartet nur im Frosch

wie warmes Lampenlicht.

Springt es Dir schließlich in die Gosch

sei glücklich wie mein Prinz und ich.

 

 

Auf nichts kann man sich verlassen

Das Leben ist manchmal skurril. Da sitz ich in der S-Bahn und mir gegenüber ein Kerl - wow! Lecker! Fast hätte ich angefangen den Rock..., na lassen wir das. Ich beließ es dabei, mir dezent die Haarspitzen zu drehen und verführerisch auszusehen. Er reagierte nicht. Gut, dann setze ich eben noch einen drauf. Ich könnte ja etwas fallen lassen. Da der Kerl nicht mehr sooo jung ist, könnte er diese Geste noch kennen. Hektisch versuche ich etwas zu finden, das man fallenlassen kann. Leider habe ich seit meiner Kindheit kein Stofftaschentuch mehr in der Hand gehabt, außer einmal, als ich meinen Schrank ausgemistet habe. Da sind mir ein paar von den Dingern begegnet und ich habe mich nicht getraut sie wegzuwerfen, weil meine Mama sie so schätzt und von der habe ich sie auch. Jetzt liegen sie in der hintersten Ecke des Kleiderschrankes in meinem Schlafzimmer und da sind dieser Kerl und ich noch lange nicht. Aber um dort hinzukommen muss mir schnell etwas einfallen. Eine S-Bahn verspricht per se nur einen zeitlich befristeten Handlungsspielraum. Also lasse ich mein Buch fallen - das ist das einzige, was ich gerade zur Hand habe. Krach!! macht es. Ich hatte nicht darauf geachtet, dass es ein festgebundenes Werk von Walter Moers ist. Ein Werk von der Buchstabengewalt eines vollständigen Kilogramms. Da liegt es nun. Er macht keine Anstalten das Buch aufzuheben. Vielleicht ist er jünger als ich dachte. Also Schritt zwei: ich öffne meine Jacke so weit, dass die Ansätze des Dekolletés lecker und deutlich sichtbar werden. Gelassen sieht er mir zu, wie ich mein Buch selbst aufhebe. In diesem Augenblick ruft die elektronische Fahrbegleiterin die nächste Haltestelle aus und er erhebt sich. Beim Aussteigen dreht er sich zu mir um, lächelt charmant und sagt: "Meine Dame, sie sind wirklich sehr hübsch und attraktiv. Aber leider habe ich einen deutlichen Mangel an Testosteron. Vielleicht treffen wir uns mal wieder, wenn ich medikamentös eingestellt bin." Verblüfft sitze ich da und werde so rot wie eine Ampel die auf Stopp schaltet. Ich fühle mich, wie Marilyn Monroe in "Manche mögens heiß", die auch vergeblich versucht ihren Millionär heiß zu kriegen.

Ein paar Tage später treffen wir uns zufällig wieder in der S-Bahn. Er sitzt mir wieder gegenüber. Ich bleibe gelassen, lese und ignoriere den Kerl mit der unverschämten Abfuhr. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn er sich einen anderen Platz ausgesucht hätte. Als ich ihn gerade am tiefsten ignoriere lehnt er sich rüber und flüstert: "Heute war ich beim Arzt. Haben Sie morgen schon was vor?" "Tut mir leid, mein Herr", antworte ich und wundere mich selbst über meine Schlagfertigkeit, "gerade gestern habe ich mir eine Packung Manieren gekauft. Vielleicht treffen wir uns wieder, wenn die aufgebraucht ist. So in zwölf Jahren vielleicht." Jetzt kann ich entspannt weiterlesen.

 

 

Die Efrauzipation des Mannes

Wir Frauen sind manchmal schon ganz schön blöd. Jahrzehnte lang schreien wir nach Emanzipation und jetzt haben wir sie mitsamt ihren Begleiterscheinungen. Klar ist Emanzipation eine gute und wichtige Geschichte: wir dürfen wählen, wir dürfen am Rechner arbeiten oder spielen, wir dürfen arbeiten gehen und sind nicht mehr alleine für den heimischen Herd verantwortlich und dürfen auch Automechaniker werden und unsere Nägel selber in die Wand schlagen. Der Nachteil an der Geschichte ist nur der, dass wir es jetzt auch müssen, weil viele Männer dazu  nicht mehr in der Lage sind. Anscheinend überfordert die Übernahme der weiblich besetzten Tätigkeiten die Auslastungskapazität einer Reihe von Männern und der Ablauf häuslicher Tätigkeiten lässt auf der Auslastungsleiste des Hochleistungsrechner Virusalarm aufpoppen. Aus der Traum, dass er mich irgendwann über die Schwelle trägt, weil er nämlich so verweichlicht ist, dass er knackend unter mir zusammenbricht und dann vier Monate krank geschrieben ist. Was mich dann wiederum an den Herd fesselt, weil er ja Pflege braucht. Subtil, subtil und ich dachte immer subtile Dinge gehören in die Damenwelt.

Aber anscheinend wollen die meisten Frauen eine eierlegende Wollmilchsau. Schaut man sich mal die Heiratsannoncen an, dann steht da man sucht einen liebevollen, sensiblen Mann, der seinen Mann auch zur Not beim Putzen steht und sehr romantisch, aber männlich ist. Also ich finde ja, dass Romantik vollkommen überbewertet wird. Was wollen wir Damen denn nun wirklich? Hoch im Kurs stehen demnach Handwerker, denn die besitzen genug körperliche Intelligenz, um auch weiblich besetzte Handgriffe zu lernen. Also ran an den Schreiner. Vergiss alle Männer, die irgendwie am PC arbeiten, denn die sind einfach vollkommen verkehrt. Die haben noch nie einen Nagel in die Wand geschlagen und dabei aufgepasst, dass die Nudeln nicht überkochen.

Lassen wir die Männer doch Männer sind und amüsieren wir uns über die kleinen Schwächen. Ärgern wir uns tüchtig, wenn sie es wieder schaffen, die Wollmäuse beim Staubsaugen zu übersehen. Freuen wir uns, dass noch kein Mann einer Frau einen Vorwurf daraus gemacht hat, dass sie die Schrauben an den Autoreifen nicht so fest gezurrt bekommt, dass sie damit auch fahren könnte. Und ein bisserl kochen bekommen die meisten Kerle ja hin - sonst würden unsere Jäger, die ja wochenlang fern der Heimat das Wild erlegen, verhungern, wenn sie es nicht grillen könnten.

 

 

I pod nano

Seit gestern bin ich kuriert, d.h. viel mehr ernüchtert. Apple hat ja einen sehr guten Namen und so denkt man, man kauft wirklich höchste Qualität, wenn man sich keinen stino mp3 player kauft, sondern sich für einen ipod entschließt.

Bei meinem nano war es so, dass ich merkte, ich kann plötzlich, weshalb auch immer, die Lautstärke nicht mehr auf leise drehen. Gut, ich gebe zu, dass ich sehr empfindliche Ohren habe. Der Diskussion, ob apple nun zu leise ist kann ich mich ganz und gar nicht anschließen. Jedenfalls fehlten bei meinem plötzlich so die letzten vier Stufen beim Leiserstellen bis hin zu "man hört gar nichts mehr". Zurücksetzen half nicht, Neustart half nicht, Einstellungen in itunes auch nicht und auch nicht die Begrenzung der Maximallautstärke, bei der ich die Hoffnung hatte, dass der Lautstärkebereich nach unten reguliert wird.

Deshalb war ich gestern im apple store. Zunächst waren die Jungs selber überfragt, doch dann, beim online suchen der Lösung zeigte sich: das Problem ist bekannt!! Die Lösung, die apple anbietet glaubt man nicht: wenn man gar nichts hören will, dann soll man den Pause Knopf drücken!! Das Gerät wird hiermit als gesund deklariert, obwohl es einen Defekt hat. Denn zwischen gar nichts hören und sehr leise hören gibt es bei mir einen Unterschied. Immerhin ist leise auf meinem ipod so laut, dass man im Laden, in dem Trubel war und Musik lief immer noch gut hören konnte, was bei mir auf dem ipod gerade aufgerufen war.

Wir haben dann bei den Austellungsgeräten geschaut - und tatsächlich, es lohnt sich nicht mal, mir ein neues Gerät zu geben, denn die anderen Geräte haben den gleichen Defekt. Auch hier vernimmt man deutlich die Musik, mit Kopfhörern wird es noch schlimmer.

Das kann doch nicht sein, dass bei einem reinen Musikwiedergabegerät die banalste Sache, nämlich das Regeln der Lautstärke zu einem Problem wird. Die angebotene Lösung: die Lautstärke der Titel gleich im Programm reduzieren, schlechtere Kopfhörer benutzen und die Ohrstöpsel nicht richtig einsetzen. Hurra!! Nun, wenn das noch lauter wird, dann werde ich zu gegebener Zeit noch einmal hingehen. Im Augenblick haben diese Geräte einfach diesen Fehler.

 

 

Die kleine Umfrage

Thema heute: Was tut man auf keinen Fall in Gegenwart von Frauen?

Befragt wurden ein paar Männer, die mir zufällig über den Weg gelaufen sind - durchweg ohne Partnerin, weil das ja nun sehr sozial erwünscht wäre.

 

Platz 1

wurde besetzt von der Nennung sämtlicher Körpertongeräusche, wie sie aus dem Mund oder den vier Buchstaben hervortönen könnten. Dazu gehörten neben den unanständigen Aufstoßgeräuschen aber auch Grölen und Herumprollen.

 

Platz 2

ihnen klar machen, dass sie nicht recht haben. Das scheint also weit verbreitet zu sein, dass Männer Frauen grundsätzlich ihre Meinungen lassen, wenn diese davon überzeugt sind, recht zu haben. Na, endlich können wir Mädels das Schweigen oder ein "jaja" neu interpretieren.

 

Platz 3

beim Lesen stören!! Jawoll, Männer, sehr lobenswert.

 

Platz 4

eingestehen, dass man den Weg nicht weiß. Ich naives Zwergerl dachte, dass hier ein Klischee bedient wird, wird auch, aber ein wahres.

 

Platz 5

sie schlecht behandeln. Männer ticken hier quer durch die Bank vollkommen anders Frauen. Zu schlecht behandeln gehört auch: eine andere Frau vorziehen oder ihr sagen, dass man sie betrogen hat. Hier ist wieder ein wahres Klischee: Männer können Sex haben ohne Gefühl.

 

Platz 6

Den Klodeckel oben lassen. Danke!!

 

Platz 7

ihr sagen, mit wie vielen Frauen man wirklich geschlafen hat, bevor man mit ihr zusammen war. Hurra, das will auch keine Frau wissen und wenn doch, dann neigt sie zur Selbstzerstörung. Aber mich erinnert das an die Auswertung des Bundesgesundheitssurveys im Rahmen meiner Diplomarbeit. Aus Spaß testete ich mal, wie viele verschiedene Geschlechtspartner Männer und Frauen haben. Bei den Männern waren es im Schnitt 18, bei den Frauen 3 - sehr merkwürdig :-))

 

Platz 8

Jahrestag vergessen. Sind Frauen da echt so pingelig??

 

Platz 9

Anderen Frauen hinterherschauen, wenn sie dabei ist.  Wundert mich, dass dieser Punkt erst so spät auftaucht.

 

Platz 10

Ihr sagen, dass man ihre Familie haßt. Die Begründung war, dass Frauen dazu neigen, ihre Familie in Schutz zu nehmen, auch wenn das Verhältnis gut ist. Diesen Gewissenskonflikt möchte man ihr gerne ersparen.

 

Ruhe

Die besten Geschichten schreibt ja bekanntlich das Leben selbst. Und so wurde mir eine Geschichte zugetragen, die eigentlich nur in eine mittelmäßige Komödie paßt. Im real life vermutet so etwas keiner.

Was tun Männer nicht alles, um einfach mal ihre Ruhe zu haben und sich vor den Wortschwällen ihrer Frauen zu schützen. Dieser Mann wollte einfach einmal einen Tag zu Hause genießen. Aus diesem Grund nahm er sich einen Tag Urlaub, stand jedoch wie gewohnt auf und versteckte sich im Wandschrank. Leider, leider rechnete er nicht mit der ausgezeichneten Nase eines sonst eher dümmlichen Hundes. Die kleine Fußhupe setzte sich vor den Schrank und wimmerte den Wandschrank an. Zum Glück ignorierte seine Frau dies - erstmal. Doch zwei Minuten, bevor sie gehen wollte: Warum wimmerst Du denn die ganze Zeit den Wandschrank an?

Man kann sich ihr Gesicht vorstellen, als in dem Schrank ihr Göttergatte stand. :-)

Mensch Männer, sucht Euch halt Frauen zu denen ihr mal sagen könnt: Du, Schatz, ich hätte heute gerne einen Tag für mich. Wenn sonst nichts in Frage steht sollte das klappen. :-)

 

Der wandelnde Tod

Hier ist sie, die erste Lesergeschichte, die mir von einem Zwergerlhausenfan zugeschickt wurde. Vielen herzlichen Dank! Ihrem Wunsch, anonym zu bleiben entspreche ich selbstverständlich. Eine gruselige Gespenstergeschichte...

 

haarige Auswüchse

Jeder Mann kennt es – mit den Jahren werden die Haare auf dem Kopf weniger, dafür wachsen sie aus den Ohren und der Nase. Und der Mensch, der den Männern mit den Jahren auf alle Fälle Angst macht (sorry, Männer, ich weiß, dass ihr eigentlich völlig furchtlos seid) ist, nein, nicht der Chef, nein, nicht der Polizist mit der Winkkelle und dem Alkoholtest nach dem Wies´nbesuch und auch nicht der Arzt, der meint: gell, auf unser Beichal derfma jetza a amoi schaun. Es ist die Friseurin. Frau Gnadenlos. Keiner anderen Frau würde ein Mann es verzeihen, seine Würde so herabzusetzen und sie dafür auch noch zu bezahlen. Und: man kann es nicht verhindern – irgendwann wandert diese Dame mit der Schere ins Ohr und Schnipp sind die Häärchen weg. Mit den Jahren wird ein Schnipp zu einem Schnippschnapp. Spätestens am Tag des ersten Schnipps sollte ein Mann über eine private Rentenversicherung nachdenken.

Warum sollte das bei meinem armen Papa anders sein. Mein Papa ist sehr selbstbewusst. Er hat längst erkannt, dass es nichts mehr nützt, die paar Fransen auf dem Kopf so lang zu tragen, dass man sie über die heranwachsende Glatze kämmen kann. Er steht zu einer modischen Abrasur im 5mm Look rund um den Hauptglobus. Aber ihn hat es wirklich übel erwischt. Weise, wie er ist, geht er nicht zu einer Frau Haareschneiden, sondern zu einem Mann. Seine Wahl fiel dabei auf einen türkischen Friseur in einem kleinen Laden mitten in München. Ein Friseur der Kategorie Reinkommen, Drankommen. Und wer rechnet schon damit, in einem solchen Gschäfterl an einen echten Künstler zu geraten. Nach einer ersten fachgerechten Begutachtung der Haarpracht und einer darauf folgenden gründlichen Stutzung der Fransen zückt der Gute nein, keinen Ohrtrimmer, sondern ein Feuerzeug und fackelt die Haare im Ohr ab. Tssssssst machte es und die Haare auch tief im Ohr waren abgebrannt. Die Peinlichkeit, die mein Vater ob dieser Aktion empfand, verbreitete sich in ihm ebenso schnell, wie der Gestank der abgebrannten Ohrbüschel im Raum. Aus dem Kopf rauchend zahlte er schnell, noch bevor die Flammen des Infernos die Nase erreichen konnten und floh. Für den nächsten Friseurbesuch wird er auf jeden Fall wieder eine Frau aufsuchen.

 

4.12.07

Ja, was ein echter Bayer ist...

 

 

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