7-Meilen-Stiefel
Eselsohren
Ahnentafel
Silbersee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leben rund um Bücher und Geschichten

 

Eigene Geschichten

Mit der Zeit wird es hier immer mehr eigene Geschichten geben. Allerdings ist Schreiben ein langwieriger Prozeß und nicht alles soll im Internet veröffentlicht werden.

 

Aber diese Geschichten stelle ich hier schon einmal herein:

 

Meine Zeit mit J.

 

Schafe

 

 

Leselisten

 

2008

2009

2010

 

 

Eine kleine deutsche Literaturgeschichte

Hier könnt Ihr Euch einen Überblick über die deutsche Literarturgeschichte verschaffen

 

Noch eine Klufti Lesung: Rauhnacht im Zirkus Krone

Am 6. Okt. 09 wurde das neue Buch des Autorenduos Kobr/Klüpfel im Zirkus Krone vorgestellt. Mann kann sagen, die Lesung war ein großer Erfolg. Sehr gut angekommen ist die Bauerngesangstruppe. Das war einfach eine perfekte Einstimmung auf die anschließende Lesung rund um das ländliche Allgäu. Weniger gut angekommen - zumindest um mich herum - ist die Kochshow, in der die Allgäuer Kasspatzen Fertigsoße gegen die hausgemachten Spätzle antraten. Viele Stimmen sagten: lieber mehr Buch und weniger Kasspatzenkochen. Allerdings vergessen die, dass es ohnehin nicht mehr Buch gegeben hätte und das ist auch gut so. Denn eine Lesung soll ja zum Lesen motivieren und nicht dafür sorgen, dass der Leser sagt: Ah, das Buch kenne ich nun schon fast ganz und die besten Stellen sind jetzt bekannt. Das Lesen kann ich mir nun sparen.

Schon bei der letzten Lesung zum Laienspiel waren die Textstellen sehr gut gewählt, so dass auch diejenigen, die das Buch kannten, die Lesung genießen konnten. Michael Kobr und Volker Klüpfel verstehen es sehr gut, die passenden Passagen auszuwählen und ein Leseduell aufzubauen, das den Leser amüsiert, ihm aber zu Hause noch genug Lacher läßt. Auf den Klufti Lesungen trifft man ohnehin keine Leser, die sich den Heimweg literarisch tiefsinnig gestalten möchten und noch tagelang von der Exklusivität eines Gedankenhauchs träumen. Hier trifft man eine eingefleischte Fangemeinde, die Spaß an den schlagfertigen Wortmatchen zwischen Klufti und Langhammer hat, sich lesend in der S-Bahn laut lachend oder leise kichernd die Zeit vertreibt und Lust auf Frohsinn hat. Wer trägt denn sonst T-Shirts auf denen "Priml" steht? :-)

Eine wichtige Frage beschäftigt mittlerweile die Leserschaft: Wie lauten Kluftingers Vornamen? Seine Initialen lauten AIK. Das K steht also für Kluftinger - so weit so gut. Mittlerweile scheint in Forengemeinschaften das I für Ignaz, der Feurige, zu stehen. Rauslesen kann man das aus Laienspiel. Dort steht auch, dass der andere Vorname hat keine entsprechende Bedeutung hat. Seit nun Buch fünf auf dem Markt ist wissen wir, dass sein Vorname mit A beginnt und acht Buchstaben hat. Zunächst dachte ich an Augustin, aber das hätte eine entsprechende Bedeutung - von August, der Ehrwürdige. Nach einigen Diskussionen im Freundeskreis glaube ich, wir haben den richtigen Namen gefunden: Klufti heißt Aloisius. Das A stimmt, die acht Buchstaben stimmen, Klufti könnte diesen Namen hochpeinlich finden und der Name hat keine hinterlegte eindeutige Bedeutung. Und mal ganz abgesehen davon, traue ich Kluftis Eltern so eine Scheußlichkeit zu. Die sind altbacken genug um zu übersehen, dass der Name in Bayern ganz aus der Mode gekommen ist und seit Ludwig Thoma mit bayerischen Engerln verbunden ist, die nichts tun außer "Sacklzementhalleluja" so laut zu schimpfen, dass sogar Petrus aus seinem Mittagsschlaf erwacht. Wobei die Standorttreue des Alois Hingerl zum Münchner Hofbräuhaus Kluftis Liebe zu Kasspatzen entsprechen würde. Da heißt es nun Abwarten bis zum letzten Buch, denn laut Pressestimmen soll der Name dort bekannt gegeben werden. Bis dahin bleibt der Klufti für mich der Aloisius, der hoffentlich noch in viele Abenteuer verstrickt wird.

 

Leuschner gegen Schenkel: die zweite Runde

Nun geht der Streit um den Plagiatsvorwurf eine Gerichtsinstanz höher. Zum Auftakt des zweiten Prozesses strebte der Richter einen Vergleich an und eine Zahlung von 15000 Eur an Peter Leuschner. Dieses Mal lehnten beide Seiten den Vergleich ab. Das mutiert allein schon zur Farce, nachdem Schenkels Anwalt ja im letzten Prozeß noch vorgeschlagen hat, man könne Leuschners Buch ja lobend erwähnen und Schenkel plausibel machen wollte, dass die Reihenfolge der Morde in Hinterkaifeck nur logisch sei. Was meiner Meinung nach Quatsch mit Soße ist, denn diese Logik wäre der Polizei wohl auch nicht entgangen und die beschriebene Reihenfolge der Morde ist wohl Peter Leuschners künstlerischem Schaffen entsprungen. Zudem ist die Zahlung von 15000 Eur eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass sich Frau Schenkel damit einen Krimipreis ergattert hat. Ich selbst kann nur sagen: ich habe beide Bücher gelesen und hatte bei dem Buch Tannöd das Gefühl, ich lese die entsprechenden Passagen aus Leuschners Buch noch einmal.

Häufig wird Peter Leuschner als Trittbrettfahrer bezeichnet, der mit seinem eigenen Buch keinen Erfolg hatte und sich nun an Frau Schenkels Erfolg hängen möchte. Wer das behauptet, denkt nicht nach. Peter Leuschner hat seinerzeit ein FACHBUCH geschrieben, weil ihn das Thema an sich interessiert. Wer mal ein bisserl die Augen aufmacht, sieht schnell, dass es Peter Leuschner mit keinem seiner Bücher darauf angelegt hat, einen Bestseller zu schreiben. Wieso sollte er nun Frau Schenkel den Erfolg neiden - schreiben kann er selbst und er hat sich über Jahre als hervorragender Journalist gezeigt. Nein, es geht hier um das Prinzip. Und wenn eine Idee eben nicht die eigene war, und so sieht es für mich einfach aus, dann muß man die Ideen der anderen eben bezahlen, wenn man sie benutzen möchte. Aber das ist eben meine persönliche Meinung.

Wer meine Eindrücke über den ersten Prozeß nachlesen möchte kann dies hier tun. Das Urteil ist Anfang November zu erwarten.

 

Michael Kobr und Volker Klüpfel lesen Laienspiel

Es war ein gelungener Auftritt im Schloßzelt! Sehr gelungen! Besonders gekonnt war die Auswahl der vorgetragenen Stellen. Denn die beiden Autoren ließen viele kleine Dinge, über die jeder beim ersten Lesen erstmal heftig lachen mußte, weg, weil sie eben irgendwann nicht mehr lustig sind. Wie ein guter Witz verpuffen auch die lustigsten Stellen irgendwann. Sie bezogen sich dagegen immer aus die Szene im Allgemeinen. Dabei kamen sowohl Kluftiliebhaber und Klufti(noch)nichtkenner auf ihre Kosten. Egal ob Tanzkurz mit Langhammer, Schuhe kaufen, Ergreifung des Täters oder die "darkforse" :-)) - Klufti macht immer eben seine eigene Figur. Besonders nett war die Teleshoppingsverkaufstour, bei der ein Buch als ultimative Ware an sich angeboten wurde. Bibliophile, die mit einem nebelfeuchten Läpple ihre Bestände pflegen. Bestätigen kann ich, dass Laienspiel hervorragend zu Nußbaumholz paßt.

Vielen Dank für den schönen Abend.

 

Marcel Reich-Ranicki, Thomas Gottschalk und die Qualität des deutschen Fernsehens

Es gibt einfach Dinge, die sind flüssiger als Wasser - sie sind vollkommen überflüssig. Dazu gehört, neben dem Großteil der Sendungen, die den deutschen Fernsehpreis bekommen haben, letztlich auch die Sendung "Aus gegebenen Anlaß", in der Gottschalk Marcel Reich-Ranicki die Möglichkeit geben wollte, zu sagen, was an dem deutschen Fernsehen nicht passt. Natürlich hat auch das Zwergerl diese Sendung gesehen, auch wenn sie dafür zu Leuten fahren mußte, die einen Fernseher haben, denn das Zwergerl hat diesen schon lange abgeschafft, weil die Qualität der Sendungen einfach ein Graus ist.

Was nicht paßt? Fragen sie Reich-Ranicki, er ist ganz meiner Meinung :-)). Gottschalk verteidigt die Riege der Programmgestalter und ich frage mich: Wozu? Klar weiß ich auch, dass eine Sendung, in der eine Frau unter dem Druck eines Lügendetektors ihre beste Freundin verrät eine höhere Einschaltquote hat, als eine der 25000 Dokus über die Grauen des dritten Reiches. Aber darum geht es nicht.

Es geht um die Lieblosigkeit, mit der Sendungen, Filme und Serien auf die Beine gestellt werden. Wir haben gute Sendungen, Filme und Serien. Denken wir doch mal an Berlin, Berlin oder an Edel&Stark. Sendungen, die lustig sind, sehr gut unterhalten, deren Witz die normale Plattheit überragt und die dennoch Bildung vermitteln können. Wer beispielsweise den vorletzten Serienteil der letzten Staffel von Edel&Stark gesehen hat, wird die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte nie wieder vergessen. Und genau darum geht es: nicht darum, pure Bildung in die Schädel zu zimmern, nicht darum, möglichst viel Wissen in die eingerosteten Gehirnwindungen einzumeißeln, sondern darum, ein Niveau anzuheben, dass in unserem Land gerade bei Personen niedrigerer Bildungsschichten wirklich zum davonlaufen ist. Und deshalb, Herr Gottschalk, ist es völlig müßig, zu verteidigen, wo es nichts zu verteidigen und zu entschuldigen gibt. Es geht nicht darum, den Quoten hinterher zu laufen, klar muß Fernsehen auch gekuckt werden, wenn es bilden soll, es geht nicht darum, zu fragen: wie muß ich die Faulheit der Menschen bedienen, damit die ÖffentlichRechtlichen noch eine Berechtigung haben. Nein, es geht um Herz. Und gutes Fernsehen zu machen ist ebenso eine Herzensangelegenheit wie ein liebevolles Kinderbuch zu schreiben oder Erwachsenen einen Roman zu bieten, wie es beispielsweise Hosseini, Hape Kerkeling oder auch Reich Ranicki in seiner Biographie getan hat.

Für mich das Fazit? Gibt es nicht - alles bleibt, wie es ist. Aber ein Satz von MRR hat mich tief berührt: "Was gehört denn da für ein Mut dazu, diesen Preis abzulehnen? Wir haben doch keine Gestapo mehr." Aber das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal erzählt werden :-))....

 

Poetron...

Das mit dem Dichten ist ja immer so eine Sache. Jeder denkt, er kann es, aber unter dem kritischen Auge eines Lesers zerfällt dann doch so mancher poetischer Gefühlserguss zu Staub und verweht in den lauen Lüften der Nichtigkeiten. Allen, die es dennoch nicht lassen können ab und an ein poetisches Meisterwerk zu kreieren, sei das Peotron wärmstens empfohlen :-))

 

Literatur der anderen Art - Leuschner gegen Schenkel

Heute war der Prozeß um den Plagiatsvorwurf an Andrea Schenkel. Peter Leuschner, der vor einigen Jahren das Buch Hinterkeifeck geschrieben hat, warf Frau Schenkel vor, von seinem Buch abgekupfert zu haben. Nun, ich habe beide Bücher gelesen und kann nur sagen...

 

Forscher enthüllt Kafkas Pornosammlung...

...lautete gestern eine Überschrift auf Spiegel Online. Zum Glück ist der Artikel im Spiegel genau in dem Tenor gehalten, der meine Meinung ebenso spiegelt. Der Unterton spricht die Sprache der "Geschichten die die Welt nicht braucht". Mein erster Gedanke war "Ja, und? Muß ich das wirklich wissen? Ist das von Bedeutung zum Verständnis der "Verwandlung" oder des "Prozesses"? Ich denke, nein, ist es nicht. Wer Kafkas Bücher kennt, der weiß, wie tief seine Wahrnehmung war, wie dunkel seine Gedanken. Ich glaube kaum, dass jemand auf die Idee gekommen wäre, seine Sexualität hätte der eines Mauerblümchens entsprochen.

Was ist mit dem Rest des Buches? Dem Rest, in dem Franz Blei glaubt, er könne Neues mitteilen? Ganz ehrlich, wer sich für Literatur interessiert und noch daran glaubt, dass Kafka ein dunkler, trübsinniger Zeitgenosse war, der ist wirklich selbst Schuld. Sogar auf Wikipedia kann man sich von dem Gegenteil überzeugen. Letztlich scheint es mir eher so zu sein, dass der Autor auf ein ganz einfaches Mittel zurückgegriffen hat, um sein Buch zu verkaufen: Sex, drugs and rock ´n roll. Ohne sehr guten Grund kommt dieses Buch nicht in mein Regal, aber es könnte schon sein, dass ich in einem Buchladen mal einen Blick hineinwerfe - und eigentlich erwarte ich dort eine Bestätigung dessen, was ich ohnehin schon denke. Wir werden sehen...

 

Geschichten

 

Meine Zeit mit J.

 

Schafe

 

 

Aphorismen

Meine besondere Liebe gilt den Aphorismen, wohl weil sie in aller Kürze sehr viel ausdrücken können - und so kann ich es nicht lassen mich ab und an daran zu versuchen....*

 

Die Leistungen anderer erkennen wir leicht an, so lange sie uns nicht den Weg versperren.

 

So manchem endlosen Geschwätz stünde ein Punkt gut zu Gesicht.
 

Die Dummheit ist die Wildsau unter den Gedanken.

 

Dreck bleibt Dreck – auch wenn man ihn in eine goldene Truhe legt.
 

In geistigem Unrat und Leid zu ertrinken ist nicht heroisch - es ist vielmehr Ausdruck eines falschen Grundverständnisses.
 

Der Einfältige sieht, der Sorgfältige seziert.
 

Viele Fragen der Liebe klären sich mit steigender Verbindlichkeit zu sich selbst.
 

Die Verliebtheit zeigt sich in den Augen, die Liebe im Alltag.

 

In der Routine zeigt sich der Mensch. 

 

So mancher tritt auf der Stelle, weil er nicht genug Phantasie für das nächste Ziel hat. 

 

So mancher Mann sucht vergebens nach dem roten Faden, der ihn durch das Labyrinth Frau führt.

 

Es ist mit jedem Menschen wie bei einem Bodybuilder: nicht jeder, der gut ist, geht auf die Bühne und macht was draus, einige machen was draus und wollen dennoch nicht auf die Bühne, andere wollen unbedingt auf die Bühne und vergessen, was draus zu machen.
 

 

teilweise auch zu lesen auf 1001 Aphorismen

 

*gerne dürfen Sie hieraus auch zitieren, doch bitte vergessen Sie nicht meinen mit Namen anzugeben